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Brust Asymmetrie

Aktualisiert: 5. Dez. 2021



Das meine Brüste nicht beide gleich groß sind ist mir schon früh aufgefallen, es hieß aber immer „Das wird schon noch, ungleiche Brüste sind normal, der Körper ist nie Symmetrisch, sie wachsen ja noch.„ Doch vor allem im letzten Jahr ist meine rechte Brust immer mehr gewachsen, und die linke? Die blieb so wie sie war.

Sie zu verändern hab ich mir gar nicht ausgemalt, aber meine Selbstzweifel nahmen immer mehr zu und ich fühlte mich einfach nicht wohl in meinem Körper. Insofern man sich in seinem Körper als jugendliches pubertierendes Mädchen wie ich mit meinen letztes Jahr grade mal 18 Jahren überhaupt wohl fühlen kann, denn mit Selbstwertschätzung hat so gut wie jeder Teenager zu kämpfen.

In meiner Ausbildung zur Assistentin für Ernährung und Versorgung musste ich mich 3 mal Wöchentlich zum Kochunterricht umziehen, zwar waren es nur Mädchen in der Sammel-Umkleide, trotzdem versuchte ich immer so früh oder so spät wie möglich zum umziehen zu gehen, damit mich (und meine ungleichen Brüste) niemand sieht. Auch öffentliche Orte wie Frei- und Schwimmbäder mied ich schon seit einigen Jahren.


Aber eine Asymmetrie der Brüste geht nicht nur auf die Psyche sondern hindert einen auch bei anderen Sachen wie beim Einkauf. Einen passenden BH gab es nie, während ich für Meine rechte Brust vielleicht schon ein B oder C Körbchen brauchte, hatte meine linke Brust vielleicht grade mal A erreicht. Ich versuchte das immer auszugleichen in dem ich den einen Träger enger zog als den anderen, auch wenn es nicht viel brachte, denn die eine Seite des BHs stand immer ab. Das selbe Problem hatte ich auch bei einigen Oberteilen, vor allem bei denen mit V-Ausschnitt, denn bei einer Seite sah man entweder immer den BH oder, dass die eine Seite viel mehr oben ist als die andere.


Als ich meinen Freunden davon erzählte, meinten die es währe Ihnen nie auf gefallen. Doch ich sah es und das störte mich.


Ende 2020 besuchte meine Mutter verwandte von uns und wunderte sich, warum diese so steif läuft und sitzt und sich kaum bewegt. Sie hat sich die Brüste vergrößern lassen. Meine Mutter hat mit ihr drüber geredet und sich auch das Ergebnis angesehen, welches zu Ihrem erstaunen sehr natürlich war und beschloss mir daheim vor zu schlagen auch über eine Brust Op nach zu denken. Ich muss sagen ich hab davor wirklich noch nie drüber nachgedacht, doch seit dem mir meine Mutter das erzählt hatte drehten sich meine ganzen Gedanken nur noch darum. Also fing ich an mich erst mal selbst darüber zu Informieren. (Übrigens kann ich das oder die Video/s von der Youtuberin @Saschka über ihre Brust Op sehr empfehlen) Genau zu diesem Zeitpunkt hatte @Laurasophie von Tiktok angefangen auch Videos über ihre Brust Verkleinerung zu machen, und darüber wie sie die Anträge an die Krankenkasse zur Kostenübernahme schrieb. Zufälligerweise hörte ich auch im Radio zu diesem Zeitpunkt was über Kostenübernahmen bei Brust OPs und wusste, dass die Chancen sehr gering sind.


Mit der Vorahnung, dass es auf eine Brust Op zulaufen wird entschloss ich mich als aller erstes zu meiner Frauenärztin zu gehen. Insgeheim war ich schon überzeugt diesen Eingriff machen zu wollen, hatte aber keinen Anhaltspunkt weil ich überhaupt nicht wusste wo man da anfangen soll, wenn es um Anträge für die Krankenkasse geht und wollte mir diesbezüglich dann Informationen bei Ihr holen und mir auch Ihre meinung Anhören.


Meine Gynäkologin sah sich also meine Oberweite an und meinte direkt, dass ich eine Brustfehlbildung habe. Sie sagte mir auch die Pille würde nichts bringen, da die Hormone zwar meine Brüste wachsen lassen würden, jedoch den Unterschied nicht ausgleichen würden. Neben der Asymetrie hatte ich auch sehr hängende Brüste, was allerdings in meiner Familie üblich war. Sie erzählte mir das jede dritte Frau eine Asymetrie hat, doch nicht bei allen ist es so stark ausgebildet wie bei mir. „Das einzige was du machen kannst ist eine Brust Op“ sagte sie und empfohl mir gleichzeitig einen Chirurgen in meiner nähe. Sie sprach mir zu und meinte das solche ops sehr oft durchgeführt werden und händigte mir eine Überweisung zu einem Chirurgen aus. Zuzüglich verriet sie mir auch, dass eine Kostenübernahme ein sehr sehr langwieriger Prozess ist. Darunter stellte ich mir ein bis zwei Jahre vor.


Also meldete ich mich bei meiner Krankenkasse welche mir anders als bei @Laurasophie so gut wie keine Informationen geben konnte. Sie wussten nicht wo ich anfangen soll, wie der weitere verlauf ist, sonst noch wirklich was über Kostenübernahmen bei einer Asymetrie. Nach zahlreichen Telefonaten empfiehl mir eine Mitarbeiterin mich erst mal bei einem Kassenarzt zu melden und mir einen Kostenvoranschlag zu holen.


Durch die Zahlreichen Videos die ich schon zu dem Thema gesehen hatte, wusste ich das man sich immer eine zweit Meinung, wenn nicht sogar eine dritt Meinung einholen soll, um einen Chirurgen zu finden dem man selber Vertraut und bei dem man sich wohl fühlt. Bei meiner Bekanntin holte ich mir Allgemeine Informationen zu der OP und zu Ihrem Chirurgen, bei dem ich dann auch einen Termin zum Erstgespräch ausgemacht hatte. Etwas außerhalb von München.


Rezessionen zu Ärzten findet man im Internet nur sehr schlecht, bei meiner Suche nach einem zweitem Arzt stieß ich dann auf das Online Portal Check24 mit vergleichen zu anderen Chirurgen. Den ersten Chirurgen der mich dort ansprach googelte ich noch mal persönlich. Die Google Rezessionen waren recht gut also vereinbarte ich auch über das Online Portal einen Termin. (Übrigens bei dem meisten Chirurgen muss man für das Erstgespräch und für Beratungsgespräche zahlen) Wenn man Online bezahlt waren es 25€ und Bar wären es 50€ gewesen.


Den Termin bei dem Chirurgen den mir meine Gynäkologin vorgeschlagen hatte, sagte ich ab sobald ich erfuhr das das Erstgespräch 108€ kosten würde.


Meinen ersten Termin bekam ich für den 11.02.2021 bis dahin waren es noch einige Monate in denen ich mir das ganze gründlich überlegen und mich weiterhin informieren konnte. Doch leider war der Check24 Arzt ein unsympathischer, unfreundlicher und beleidigender Arzt. Schon von außen gab es ein Merkmal das sehr ungewöhnlich war, denn die Praxis war klein und versteckt in einem Mehrstöckigem Haus und auf dem Schild stand zu meiner Überraschung nicht Chirurg sondern Frauenarztpraxis. Von innen sah die Praxis nicht sehr gepflegt sonder klein und heruntergekommen aus, es grauste mir bei der Vorstellung dort operiert zu werden. Ich und meine Mutter hören beide etwas schlechter und durften aufgrund dessen gleich am Anfang beim reinholen in das Besprechungszimmer spüren wie unfreundlich dieser Arzt war. Wir beide konnten akustisch nicht verstehen in welche Richtung er uns gedeutet hatte, darauf hin belehrte er uns unfreundlich und schroff mit dem Satz „Wo ist links?!“. Anstatt etwas zu erfahren wie es bei einem Beratungsgespräch so der Fall ist, musste ich alle Antworten selbst aus Ihm ausquetschen, während er irgendetwas auf seinem Tablett tippte. Das erste was ich mir anhören durfte war, ob wir überhaupt das Geld dazu hätten. Er schaute sich meine Brüste an und ich erwartete wie Online angegeben mit seinem Gerät sehen zu können wie das Ergebnis einer OP bei mir aussehen würde, doch nichts dergleichen passierte, denn er zeichnete nur schnell auf meiner Brust irgendwelche Linien und meinte das es eine sehr komplizierte Operation währe die er selbst nicht durchführen würde. Beim Gespräch, dass grade mal 10 Minuten dauerte durfte ich feststellen, dass er wohl nicht auf dem neuesten Stand war. Denn durch meine selbst Recherche wusste ich schon einiges besser als er. Ich war schon in den ersten Minuten so schockiert gewesen, dass ich mich gar nicht mehr zu reden traute, weshalb meine Mutter dies für mich übernommen hatte. Als sie Ihn darauf hinwies, dass wir das gerne von der Krankenkasse bezahlt haben wollten meinte der Arzt „Die Krankenkasse zahlt sowas nicht„ und er richtete sich dabei an mich als er meinte „Was Arbeitest du grade? Hast du eine Ausbildung? Das ganze wird 10.000€ Kosten“ ich sagte ihm das ich noch in meiner Ausbildung für Ernährung und Versorgung bin und nichts verdiene außer BaföG. Meine Mutter sagte Ihm gleich, dass Sie die Kosten übernehmen würden. Er wies mich wieder drauf hin dass die Krankenkasse das nicht zahlen würde „dafür müssten sie erst mal 20 Kilo Abspecken, bei deiner Ausbildung müsstest du ja wissen wie man sich zu ernähren hat!“ Mit dem Satz hat er mich indirekt als Dick beleidigt und ab dem Zeitpunkt war es vorbei bei mir, ich wollte einfach nur noch raus aus dieser Praxis und lange musste ich darauf auch nicht mehr warten, denn viel zu erzählen hatte er ja nicht. Er meinte übrigens auch, dass man nach dieser OP nicht mehr stillen kann und dass man die Implantate alle 10 Jahre wechseln muss, was heut zu Tage nicht mal mehr der fall ist. Implantate muss man nur wechseln, wenn dein Körper diese nicht verträgt, du Kapselfibrose bekommst, deine Implantate nicht fest sitzen, oder ein Implantat kaputt geht, was so gut wie nie passiert. An diesem Tag war ich mehr als frustriert gewesen, die zwei Stunden fahrt hin und nochmal 2 zurück waren umsonst gewesen, die 25€ die ich dafür gezahlt hatte auch. Schon am nächsten Tag hatte ich mein zweites Gespräch bei dem Chirurgen meiner Bekanntin und hoffte nur, dass dieses besser ablaufen würde.


Auf dem Heimweg beschloss ich mir die Google Rezessionen dieses Arztes von Check24 noch mal durchzulesen (Ich nenne leider seinen Namen nicht, weil ich Angst habe das es als Rufmord abgestempelt werden könnte). Bis auf ein/zwei negative Rezessionen waren alle recht positiv, also beschloss ich meine eigene zu schreiben. Sachlich und ohne Beleidigungen schrieb ich was mir an dem Tag widerfahren war, ungefähr so wie ich es euch heute erzählt habe, bloß nicht ganz so ausführlich. Das durfte ich dann leider sehr schnell bereuen, denn schon am nächsten Tag bekam ich eine Beschwerde E-Mail von Google. In der Stand, ich zitiere „Der Beschwerdeführer behauptet, dieser Erfahrungsbericht verletze in in seinen Rechten. Einen Auszug aus der Beschwerde fügen wir dieser Nachricht als PDF bei bzw. Unter dieser Nachricht an. Wir bitten Sie nun innerhalb von sieben (7) Kalendertagen darzulegen, inwiefern die vom Beschwerdeführer behauptete Rechts Verletzung nicht vorliegt. Google begrüßt ehrliche und unvoreingenommene Erfahrungsberichte. Bitte beachten Sie, dass Google aber als Dienstanbieter die Hintergründe des Inhalts nicht kennt. Wir bitten Sie daher freundlich die Angaben Ihrer (Rechtsschreibfehler nur so ganz neben bei) Erfahrungsberichts sowie die Hintergründe wie insbesondere den Zeitraum, in dem Sie die beschriebenen Erfahrungen gemacht haben, möglichst konkret darzulegen. Bitte gehen Sie dabei auch explizit auf die einzelnen Punkte des Beschwerdeführers ein und schicken Sie uns Nachweise. Dies können je nach Leistung Rechnungen, Lieferscheine, Terminkarten, Eintragungen auf Bonuskarten, Rezepte oder ähnliche Nachweise sein. Es steht Ihnen dabei frei, bestimmte Informationen zu schwärzen bevor Sie uns diese Dokumente senden. Die zur Verfügung gestellten Informationen werden wir dann gegebenenfalls an den Beschwerdeführer übermitteln, damit dieser dazu Stellung nehmen kann.…“ und noch vieles mehr, dass meine Rezession gelöscht wird wenn ich nichts mache oder der Beschwerdeführer rechtliche Schritte einleiten kann. Daraufhin habe ich in der Praxis nochmal angerufen (Die Empfangsdame ist recht nett) weil ich durch den schock vergessen hatte meine Anwesenheitsbescheinigung für die Schule zu holen. Diese musste Sie aus Datenschutz Gründen allerdings per post schicken was einige Tage dauert.


Um nicht in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden schickte ich einfach einen Screenshot von meiner Paypal Überweisung und konnte sonst nichts weiter unternehmen. Ziemlich traurig wie ich finde, jetzt weiß ich auch, warum er nur so gute Bewertungen hat, denn allem was negativ ist wird wahrscheinlich direkt widersprochen. Darüber hab ich dann auch ein paar Tiktoks gemacht in der Hoffnung doch noch irgendwie drauf hin zu weisen, allerdings ohne seinen Namen zu nennen. Ein Mädchen welches in München wohnt, hat mich darauf hin auch auf Instagram angeschrieben und gefragt ob ich Ihr sagen könnte wer es war. Das hab ich auch getan und ihr auch herzlichst gesagt das Sie es Leuten weiter sagen soll die Sie kennt.


Wenigstens war der Arztbesuch am nächsten morgen sehr erfreulich, denn dieser Arzt wirkte jetzt umso sympathischer und kompetenter. Eine ganze Stunde haben wir mit Ihm geredet und einiges erfahren, ich durfte sogar verschiedene Implantat Größen anprobieren um mir eine Vorstellung zu machen welche Größe ich dann später haben möchte. Er stellte fest, das man bei mir auf der rechten Seite erst einmal eine Brust Strafung machen müsste um die Rechte Brust zu verkleinern, denn um Implantate einsetzen zu können müssen meine beiden Brüste erst einmal gleich groß sein. Dann müsste man die Brustwarzen anpassen und anschließend die Implantate einsetzten. Somit hätte ich auf der linken Seite nur eine Narbe und auf der Rechten gleich drei. Das ganze würde wirklich um die 10.000€ kosten, vermutlich der einzige Punkt bei dem der andere Arzt recht hatte. Das einzig negative war, dass er ein privat Arzt ist und das somit nicht mit der Kasse geht. Erfreulicherweise erzählte er aber auch, dass er nebenbei auch noch in einer öffentlichen Klinik nämlich die Uniklinik “rechts der Isar“ in München arbeitet und ich mich einfach dort noch mal vorstellen müsste um dort registriert zu werden. Ich fragte dann auch wie lange es ab der Zusage der Kasse dauern würde einen OP Termin zu bekommen und um die 2 Monate war seine Antwort was dann doch nicht so lang war wie ich es mir vorgestellt hatte.


Das rumtelefonieren in der Uniklinik hat auch ziemlich lang gedauert aber letztendlich wurde ich zum Brustzentrum weitergeleitet welches auch zur Klinik gehört und bekam dort einen Termin für den 23.03.2021


Übrigens werfe ich schnell mal ein, ich hab den ganzen Prozess von Anfang bis nach meiner OP auf Tiktok in Videos festgehalten. Es sind zum jetzigen stand 48 Videos bei denen ich ungefähr das selbe sage wie hier. Diese Videos habe ich auch versucht zu Speichern und hier in meiner Webseite unter Galerie hoch zu laden. Momentan sind da aber noch nicht alle Videos drinnen. Aber wenn Ihr Lust habt euch das lieber alles anzusehen/anzuhören dann schaut entweder hier in Galerie vorbei oder auf Tiktok, wo ihr allerdings etwas weiter nach unten scrollen müsst. (Sollte ich jemals diese Funktion freigeschaltet bekommen um Playlists/Ordner auf Tiktok zu machen werde ich definitiv alle Videos in einem Ordner zusammenfassen)


Einen weiteren Tag später bekam ich noch eine E-Mail von Google, in der besagter Arzt alle Punkte schriftlich abstritt und aus seiner Perspektive erklärte (lügte). Auch dazu hab ich einige Videos auf Tiktok gemacht in denen ich auf jeden Anhaltspunkt eingegangen bin und mich verteidigte. Seine Punkte Liste ich jetzt hier auf und reagiere drauf.


1) Erstmal möchten wir mitteilen, dass mein Personal und ich sehr freundlich sind.

-Sein personal schon aber er nicht


2) Zweitens habe ich nie behauptet, dass ich die Operation nicht durchführen kann, aber die Patientin überlegen möge ob Sie nicht Kinder stillen möchte, denn nach dieser Operationstechnik wäre dies nicht mehr möglich.

-Er hat original gesagt er würde diese Operation nicht selber durchführen, da diese zu kompliziert ist und mir dabei sogar eine andere Klinik vorgeschlagen (welche eventuell sogar die Klinik „rechts der Isar“ sein könnte)

Außerdem ist es nach einer Bruststraffung und einer normalen Brust Vergrößerung sogar Verkleinerung möglich zu stillen, was mir der zweite Arzt bestätigt hatte.



-seine Begründung warum er diese Operation nicht durchführen würde war: sie sei zu kompliziert und die Patientinnen würden nicht mit den Narben klar kommen. Was absoluter Schwachsinn ist, da alle die dieser Operation zustimmen im klaren sind welche Narben sie mit sich bringt.


3) Die Aussage dass ich nicht auf dem neuesten Stand bin, ist eine Anmaßung die der Patientin als nicht Fachmännin zusteht. Es ist in jedem Aufklärungsbogen geschrieben, dass im Schnitt die Implantate gewechselt werden sollten.


-Es ist gut möglich das ich falsche Informationen habe, da ich keine Ausgebildete Chirurgin bin, allerdings habe ich mich wie schon oft erwähnt sehr ausführlich über diese Operation Informiert. Mir wurde mehrmals im Internet bestätigt, dass man Implantate nicht wechseln muss (das war früher mal so) Und zusätzlich bekam ich die Zustimmung von meinem zweiten Arzt, dass das Wechseln nicht nötig sei außer bei den oben genannten Punkten.


4) Ich habe der Patientin auch keinen Preis für eine einfache Brustvergrößerung von 10.000 Euro genannt. Weil bei dieser Patientin keine einfache Brustvergrößerung in frage gekommen wäre.


- Ja, eine einfache Brustvergrößerung kostet keine 10.000 Euro. Der einzige Punkt bei dem dieser Arzt recht hatte, wie ich oben schon bestätigt habe.


5) Da die Patientin selber noch nicht berufstätig ist und auch zurzeit in keiner Lehre ist, ist eine Finanzierung sehr unmöglich. Die Mutter war auch nicht bereit, die Kosten zu übernehmen.


- Zwei mal habe ich diesem Arzt gesagt, dass ich in einer Ausbildung für Ernährung und Versorgung bin. Meine Mutter hat auch ausdrücklich ausgesprochen, dass sie für die Kosten aufkommen würde. Wieso sollte jemand eine OP haben wollen, bei der die Chance sehr gering ist, dass sie von der Kasse übernommen wird, wenn man selber kein Geld hat. Wieso sollte meine Mutter dabei sein, wenn sie mich bei dieser Entscheidung nicht unterstützen würde?


6) Ich habe der Patientin angeraten in Ihrer Situation es über die Universitätsklinik kostenfrei zu versuchen


- Er erwähnte die Universitätsklinik nur in dem Zusammenhang das er sie nicht selber durchführen möchte.


7) Nachweislich hat das Gespräch viel länger als 10 Minuten gedauert. Desweiteren wurde die Patientin von mir nie als „fett“ bezeichnet. Ich habe Sie nur darauf hingewiesen, dass das mögliche Operationsergebnis von längerer Konstanz wäre, wenn sie Ihr eindeutiges Übergewicht in den Griff bekommen würde.


- Eigenartig das er so darauf besteht, dass unser Gespräch länger als 10 Minuten dauerte. Ich hab keinen Handfesten Beweis, aber mein Termin war um 11:00 Uhr. Wir waren schon etwas früher da, so um 10:30 eventuell, weshalb wir und noch einen Kaffe geholt haben und dann kurz vor 11:00 rein gegangen sind. Und um 10:54 habe ich meinen Vater schon angerufen gehabt, dass er uns abholen kann.

- Das er mich als Fett bezeichnet hat, habe ich auch nicht geschrieben. Ich sagte nur das er mir das indirekt mitteilte, indem er meinte ich solle erst 20 Kilo abspecken. Auf irgend etwas hingewiesen war mit dem Operationsergebnis zu tun hat, hat er eh nicht. Von längerer Konstanz wäre das Ergebnis durchs „dünn“ sein nicht, denn das Gewicht beeinträchtigt in keinem Fall das Ergebnis bei einer Operation mit Implantaten. Bei einer Operation mit Eigenfett bei der dieses aus dem eigenem Körper entnommenen wird und dann in die Brüste gespritzt wird, könnte sich das Ergebnis ändern wenn man ab oder zu nimmt aber nicht durch das übergewichtig sein an sich.


8) Ich halte es als Arzt als meine Aufgabe Patienten über Ernährungsrisiken etc. aufzuklären. Ich habe die Patientin nie abgewertet und irgendwelche Anschuldigungen vorgenommen. Die Patientin wurde intensivst über Risiken und Alternativen einer möglichen Operation aufgeklärt.


-Nennt er „Sie müsste erst mal 20 Kilo abspecken, damit das von der Krankenkasse übernommen wird. In Ihrem Berufszweig müsste sie ja eh wissen wie man sich zu ernähren hat“ als Aufklärung über Ernährungsrisiken? Abgewertet hat er mich scheinbar direkt als wir das Behandlungszimmer betreten haben.

Lächerlich ist das einzige was ich dazu sagen kann wenn er behauptet mich auch nur in irgend einer weise über Risiken und Alternativen aufgeklärt zu haben.


Das wars auch schon mit seinen Anschuldigungen. Wie gesagt habe ich nichts mehr gegen diese E-Mails unternommen. So eben habe ich nochmal nachgesehen und meine Rezension ist immer noch Online.




Am 23.03.2021 Hatte ich erst mal ein paar anfangs Schwierigkeiten im Brustzentrum, denn ich hatte nicht nur meine Krankenkassen Karte vergessen, sondern war auch der Überweisungsschein, ohne den man nicht dort aufgenommen wird, nicht gültig, da dieser an die Chirurgie ging und nicht an ein Brustzentrum. Konnte man aber alles lösen indem meine Frauenärztin dank Telefonat einen neuen Überweisungsfällen gefaxt hatte und die Krankenkasse eine Mitgliedsbescheinigung zukommen lassen hat, ebenfalls durch Fax.

Durch Corona trat ein weiteres Problem auf, denn meine Mutter durfte offiziell nicht mit rein kommen, da ich zu dem Zeitpunkt von volljährig war. Als junges Mädchen, dass noch nicht lange volljährig war möchte man allerdings schon das die Mutter dabei ist, vor allem wenn es um so etwas wichtiges wie eine Operation geht. (Und vor allem wenn man wie ich einfach alles von einem Gespräch wieder vergisst) Die Rezeptionistin bat mich den Arzt um Erlaubnis zu bitten, die er mir dann auch erteilte also war das dann auch kein Problem mehr.


Witzig fand ich, dass wir nachdem wir eine Stunde zu früh dort angekommen waren, im Nachhinein erfahren hatten, dass das Brustzentrum uns angerufen hatte ob wir eine Stunde früher kommen konnten, da ein Termin frei geworden war. Hat sich also alles zum Guten gewendet.


Beim Arzt wiederholte ich was wir beim letzten mal besprochen hatten. Er sagte mir dann, dass wir Bilder für die Krankenkasse machen müssten. (Ich hatte eigentlich schon mal einen Antrag zur Kostenübernahme nach Anleitung der Mittarbeiter meiner Krankenkasse geschrieben, wo ich auch selbst gemachte Bilder meiner Oberweite zugefügt hatte, welcher aber nich gültig war, da ich laut deren Aussage eine Ärztliche Bescheinigung bräuchte das diese Operation nicht ästhetisch sondern medizinisch wäre.) Eine Arzthelferin die sehr freundlich war Fotografierte dann diese Bilder und meinte „schauen wir das sie so schlimm wie möglich aussehen, dass deine Kasse die Kosten auch auf jeden Fall übernimmt“. Am Ende des Arztbesuches bekam ich dann die ausgedruckten Bilder mit irgend einem Code drauf, zusammen mit einem Arzt Brief in dem die Diagnose und der Antrag zur Kostenübernahme stand in einem Umschlag ausgehändigt. Einen weiten Brief sollte ich noch per Post bekommen und dann könnte ich auch schon den Antrag einreichen.

Im Brustzentrum haben alle beteiligten Kollegen und der Arzt mir zugesprochen, dass wenn meine OP nicht gezahlt wird welche dann sonst? Und das man mehr nicht machen kann, es hieß einfach nur noch abwarten und wenn die Kasse dann immer noch nicht zahlen möchte könne man dies mit einem Anwalt regeln.


Grundsätzlich gilt bei so einem Antrag, wie mehr Zettel, Briefe, Bilder, etc. man hat desto besser. Beim Empfang im Brustzentrum hieß es auch ob ich einen Befund dabei hätte. Nur leider hatte ich sowas nicht und wusste auch nichts davon. Ich hatte oft das Gefühl immer an die Flaschen Leute zu geraten, denn nie konnte mir jemand sagen was ich tun solle oder was ich alles brauchte. Ein Attest von meiner Frauenärztin hätte ich auch irgendwo gebraucht, welches sie mir nicht ausstellen wollte, da ich noch keine 21 war und bis zum 21 (oder 25) Lebensjahr würden die Brüste noch wachsen. Außerdem hat mich mein Arzt drauf hingewiesen, dass Krankenkassen eine Bearbeitungszeit von 6 Wochen haben. Das heißt sie müssten innerhalb von 6 Wochen auf meinen Antrag antworten, und sie zögern das immer gerne hinaus.


Mehrmals hatte ich in Videos gehört es seie besser die Operation gegen Herbst oder Frühling zu haben, damit man nicht im Sommer bei der Hitze mit dem Dicken Kompressions-Stütz-BH und dem Stuttgarter Gürtel rumlaufen muss. Weshalb ich hoffte, das meine Krankenkasse mir so schnell wie möglich antwortete.


Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Youtuberin @Bibisbeautypalace ihre Brüste machen lassen. Natürlich lies ich mir auch diese Videos zu einer Brust OP Nicht entgehen, wodurch die Angst in mir um die nachfolgenden Schmerzen zum ersten mal richtig anstieg. Nichts desto trotzt wollte ich die OP dennoch sehr.


Schon kurze zeit später meldete sich meine Krankenkasse bei mir mit einem enttäuschendem Brief.

In dem Brief wiederholten Sie wieder, dass eine Krankenkasse die Kosten nur übernehmen würden wenn der Eingriff medizinisch notwendig wäre und nicht ästhetisch. Sie teilten mir auch mit, dass Sie meinen Antrag an Ihre beratenden Ärzte vom medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) weiter geleitet haben. Sie bitten um etwas Geduld, sobald sie eine Antwort vom MDK bekommen haben würden Sie sich bis spätestens den 05.05.2021 wieder bei mir melden.

Ein paar Tage nach dem 05.05.2021 meldete sich meine Krankenkasse erneut bei mir mit der Aussage, dass der MDK die medizinische Notwendigkeit noch nicht bestätigen konnte. Aufgrund fehlender medizinischer Einschätzung kann eine Kostenübernahme durch uns zum jetzigen Zeitpunkt, leider nicht erfolgen. Gegen diese Entscheidung können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift der oben bezeichneten Stelle sowie jeder anderen Dienststelle der Krankenkasse Widerspruch einlegen.


Also legte ich per E-Mails Widerspruch ein.


Diesen Brief deutete ich falsch weshalb ich so schnell wie möglich einen Termin bei meinem Hausarzt machte. Dort erklärte ich Ihm meine Situation zum ersten mal und bat um eine Überweisung zu einem Psychologen, da ich oft gehört hatte das man einen Psychologischen Befund bräuchte, dass die Krankenkasse das übernehmen würde. Mein Hausarzt unterstütze mich dabei und gab mir sogar eine Überweisung zu einem Psychiater da die Meinung eines Psychiaters mehr Gewicht hat als die eines Psychologens. Noch am selben Tag rief ich bei sämtlichen Psychiatern in meiner Umgebung an welche mich aber zurück rufen würden. Wie sich raus stellte brauchte ich das gar nicht, denn schon einen Tag drauf meldete sich meine Krankenkasse wieder bei mir. Erst teilte Sie mir mit, dass mein eingereichter Widerspruch nicht gültig sei, da keine Unterschrift vorhanden war. (Ich wusste nicht wie man Widerspruch einlegt, da ich das noch nie gemacht hatte) Aber Sie habe gute Neuigkeiten meinte Sie, denn meine Krankenkasse würde einen Teil übernehmen. Sie habe grade das Gutachten vom medizinischen Dienst bekommen und würden nun eine Brust Angleichung also die Bruststrafung und alles was mit dieser OP zusammenhängt übernehmen, doch die Brust Vergrößerung sei wieder was anderes und medizinisch nicht notwendig, diese sollte ich selber Zahlen. Die erfreulichen Nachrichten teilte ich dann meiner Chirurgischen Praxis mit, welche mich noch mal für ein weites Gespräch herbestellt hatte.


Am 15.06.2021 hatte ich dieses besagte Gespräch zu dem ich alle Dokumente der Krankenkasse mitnahm, damit mein Arzt mir dann einen Kostenvoranschlag für die Kosten der Brustvergrößerungs OP (die ja zusammen mit der Straffung durchgeführt wird also quasi für die Implantate) schrieb.

Zwei Tage später erhielt ich während ich in der Schule war einen Anruf bei dem mir mitgeteilt wurde, dass der Kostenvoranschlag nun per E-Mail zugestellt wurde. Super erfreut war ich natürlich als ich gelesen hatte, das es nur 2.500€ waren die ich selber zahlen musste. Ziemlich schnell bekam ich auch schon meinen OP Termin, der dann für den 20.09.2021 festgelegt wurde, weshalb ich versuchte noch einen Termin bei meinem Chirurgen in seiner privaten Praxis zu bekommen, bei der ich ja das erste mal wo als ich meinen Arzt kennenlernte. Denn nur dort könnte ich noch mal verschiedne Implantat Größen anprobieren und mich über die verschiedenen Formen Informieren.


Zu den Formen:


Es gibt eine anatomische also eine Tropfenförmige Form und eine Runde Form. Unter beiden Formen gibt es noch mal die High Profile Variante, dass bedeutet die fülle geht nicht in die Breite (durchmesser) sondern nach vorne bzw. In die Höhe wenn sie liegen wie man bei dem Bild gut erkennen kann. Hier kann Mann sehen wie ein normales anatomisches Implantat aussehen würde und wie es immer weiter nach oben geht bei der zunehmenden Füllmenge.


(Bilder aus Google)



Hier sieht man ein rundes und ein tropfenförmiges Implantat




Und hier sieht man sie noch mal von der Seite unter dem Brustmuskel.




Was ich noch dazu sagen möchte ist, man kann Implantate unter und über den Brustmuskel setzen. Setzt man sie über dem Brustmuskel kann erzählt man ein „künstlicheres“ Ergebnis. Setzt man sie allerdings unter den Brustmuskel (was mehr schmerzen in der Abheilungsphase mit sich zieht) erzielt man ein „natürlicheres“ Ergebnis.





Bei den Implantaten kann man ja auf den gezeigten Bildern schon sehen, dass das anatomische das „natürlichere“ Ergebnis erzielt.

Grundsätzlich wollt ich von Anfang an eigentlich immer das es sehr natürlich aussieht. Dadurch das mein erster Besuch mit anprobieren der Implantate schon so lange her war und ich bereits vergessen hatte wie sie aussehen war ich ziemlich verwirrt weil ich dachte, dass das anatomische auch wirklich tropfenförmig ist. Nicht nur von der Seite sondern auch von vorne, was gar nicht der Fall ist. Ich hatte das mit den Anprobe Implantaten verwechselt welche nur darstellen wie es unter den Drüsen dann aussehen wird. Das bedeutet das beide Implantatformen, Rund und Tropfenförmig Rund von der Form sind und sich nur von der Seite unterscheiden. Das anatomische ist unten mehr gefüllt als oben.


Da ich bei meiner Bekanntin sehen konnte wie die anatomischen Implantate (unter dem Brustmuskel) aussehen und ich Referenz Bilder im Internet gesehen habe.


(Auf der Seite: drhuemer.com ich füge euch hier den Link ein: https://www.drhuemer.com/referenzen/vorher-nachher-bilder/ könnt ihr ganz viele vorher-nachher Bilder sehen, es ist auch immer beschrieben was für Implantate eingesetzt wurden usw.)


(Wobei mir die Entscheidung mehr als schwer viel. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Ich hab mir Meinungen von vielen Freunden geholt und die gingen sehr auseinander. Insgeheim hat es mich allerdings immer zu der Runden Form gezogen, da ich einfach oben im Dekolleté mehr Fülle haben wollte. Ich hab mich da sehr verleiten lassen da ich Angst hatte um die Meinung anderer und das es sehr künstlich aussehen würde. Wobei mein Arzt mir dann die Angst genommen hatte, er meinte unter dem Brustmuskel können die nicht all zu künstlich aussehen. Mit einem runden Implantat stehen meine Brüste einfach immer wie eine 1. Ich bräuchte theoretisch gesehen keinen BH mehr zu tragen. Und da durch, dass ich etwas mehr Körpermaße habe wird das Ergebnis noch natürlicher. Anders als wenn jemand der sehr dünn ist und wenig Körperfett hat sich runde Implantate machen würde. Bei denen wäre es etwas sichtbarer aber wie gesagt unter dem Brustmuskel trotzdem noch natürlich) Habe ich mich Schlussendlich für 450cl (cubic liter auf englisch (wird somit gemessen bei Implantaten)) runde Implantate mit high Profil entschieden. High Profil hab ich daher genommen, da ich fand das die normalen runden sehr platt einfach aussehen. Je größeres cl du nimmst desto größer wunde natürlich die Füllmenge aber auch einfach der Durchmesser. Bei 450cl normalen runden ist der Durchmesser einfach größer aber nach vorne hin einfach nicht.


Wer sich die Brüste machen lassen will soll das einfach gründlichst mit seinem Chirurgen durchsprechen, die können das deutlich besser erklären als ich und ich denke auch das einfach verschiedene Chirurgen unterschiedliche Marken hernehmen, vielleicht gibt es da auch noch mal unterschiede.


Übrigens gibt es wie ich auf amerikanischen Tiktoks gesehen habe (Achtung wenn Ihr auf Tiktok Breatimplants oder ähnliches sucht, kriegt Ihr Videos ohne Vorwarnung bei denen man die Operation sehen kann, also so richtig wie bei jemanden die Brüste aufgeschnitten werden und die Implantate eingesetzt werden. Ich war sehr schockiert als Ich die Videos gesehen habe und hatte danach echt Angst um die scherzen) gibt es Implantate die komplett auch Silikon bestehen und Implantate die innen mit einer Flüssigkeit sind. Ich bin mir nicht ganz sicher ob es die mit der Flüssigkeit drinnen früher mal gab, oder jetzt immer noch gibt oder in Deutschland nicht mehr gibt. Allerdings weiß ich, dass die mit der Flüssigkeit gefährlicher sind, denn sollten diese in eurer Brust drinnen Platzen, verteilt sich verständlich die Flüssigkeit. Bei denen aus Silikon ist das nicht der Fall, im seltenen Fall der Fälle, wenn ein solches Silikon Implantat kaputt geht hat es einfach ein riss und sollte ausgetauscht werden.


@Bibisbeautypalace hat übrigens auch runde Implantate genommen mit etwas weniger Füllmenge als ich. Sie hat dazu aber ein paar YouTube Videos gemacht und auch in Ihrer Instagram Story etwas darüber erzählt.

Sie hat auch einen Highlight auf Instagram erstellt mit den Storys die Sie zu Ihrer Brust und Nasen OP gemacht hat.


Wir kommen jetzt schon sehr nah an die Brust OP, denn zwei Tage vor der OP hatte ich das Vorbereitungsgespräch mit Narkose Vorbereitung und so weiter. Da hat sich bei mir natürlich wieder ein neues Problem gebildet, denn ich bin krank geworden und ich wusste man darf vor einer OP nicht Krank sein, weshalb ich Panik hatte, dass ich nun einen neuen OP Termin aus machen muss. Ich telefonierte also zwei/drei Tage zuvor mit der OP Beratung und mit der Station und wir kamen zu dem Entschluss, dass ich einfach jetzt abwarten soll wie es aussieht, denn übers Wochenende kann ich ja dann doch noch Gesund werden. Ich sollte normal zu dem Vorbereitungsgespräch kommen und sollte es bis zum Montag nicht besser oder schlimmer werden, soll ich einfach davor anrufen und Bescheid geben, dass es nichts wird. Schlimm ist bei einer OP vor allem Fieber, welchen ich nicht hatte.


Ich bin mit meiner Mutter zusammen mit dem Zug nach München gefahren (Was länger dauert, sich aber unter der Woche definitiv Lohnt mit Bayernticket) denn wie wir schon öfters feststellen durften gibt es dort so gut wie keine Parkplätze. Wir sind pünktlich angekommen, hatten keine Probleme bei der Fahrt, doch ich hab gemerkt wie die Nervosität und die Angst in mir steigt. Dieses mal mussten wir ins Hauptgebäude und nicht ins Brustzentrum welches in einem anderem Gebäude in der selben Straße ist. Denn in der Klinik selbst wird man operiert. Im Hauptgebäude angekommen mussten wir erst mal durch das ganze Gebäude gehen um meine Station, die Station F2A zu finden. Dort angekommen mussten wir eine lange Zeit lang warten. Ich glaub es war eine Stunde, denn unser Termin war um 09:30 und wir sind zwischen 10:00 und 10:30 erst drangekommen. Ich war echt sehr nervös und es wurde nicht besser. Schon beim hingehen war mir hin und wieder leicht schwindelig und hätte ich gewusst, dass es sich später äußert hätte ich es früher erwähnt.

Als ich dran kam waren da erst mal zwei nette Studentinnen die mir allgemeine Fragen gestellt haben und mir dann Blut abnehmen sollten. Ihr müsst wissen ich selber hab kein Problem mit Nadeln und Blut abnehmen generell, aber das Problem das ich habe ist, dass ich so feine Venen habe, die man so gut wie nie Findet. Ich musste mal bei meinem Hausarzt Blut abgeben und beim dritten Versuch hat er es aufgegeben und einfach mit dem Ultraschall Gerät nach einer Vene gesucht. So ungefähr war es auch dieses mal. Erst hat es die eine Studentin zwei mal versucht, obwohl ich denen schon im Voraus gesagt habe das man bei mir kaum was findet. Dann hat es die andere Studentin versucht, allerdings hatte sie nur einen Versuch denn plötzlich wurde mir schwidelig, schon fast schwarz vor Augen, ich hab auch nicht mehr richtig gehört und war quasi kurz vorm in Ohnmacht fallen. Sie holten dann gleich den Stationären Arzt und mir wurde Wasser gebracht, welches ich kaum noch selber trinken konnte. Das trinken hat es definitiv besser gemacht und dann wurde ich gestützt um ins Arztzimmer zu gehen wo ich mich hinlegen konnte. Ich wusste auch nicht genau was das war, vermutlich die Nervosität. Meine Mutter schiebt es darauf, dass ich beim Blut abnehmen so auf die Nadel geschaut habe, aber ich hab ja normalerweise sonst auch nie ein Problem damit.


Der Arzt hat dann erst mal ein bisschen was zur Narkose und zur OP gesagt und ich wurde zum ersten mal so richtig über die ganzen Risiken aufgeklärt die bei einer allgemeinen OP vorhanden sind und die die explizit bei dieser OP der Fall sein könnten. Was mich erst Mals etwas abgeschreckt hat.

Als es mir dann wieder besser ging hat es der Arzt auch noch mal versucht und auch er hat 2 Anläufe gebraucht, und beim zweiten mal ist dann irgendwann das Blut ausgegangen und hat nicht für alle Fläschchen gereicht, weshalb er noch ein drittes mal einstechen musste. Nur kam während des Blut abnehmen schon wieder eine Komplikation auf mich zu, denn ich hab einen sehr starken Hustenanfall bekommen, da ich ja immer noch leicht erkältet war. Dieser Husten Anfall war so stark, dass es im Hals gejuckt hat und ich kaum Luft bekam. Meine Augen haben schon getränt und Wasser hat auch fast nichts gebracht. Dem Arzt war das irgendwie egal, er hat versucht weiter Blut ab zu nehmen. Danach mussten wir noch runter zur Narkose Abteilung wo ich erst mal einen Fragebogen auf dem Tablet ausfüllen musste, und dann die Narkose Aufklärung hatte. In diesem Krankenhaus sind allgemein alle so super Symphatisch gewesen (außer die Eingangs Security die wegen Corona alles kontrollieren). Danach musste ich noch mal hoch in die Station F2A (wo ich übrigens später auch mein Zimmer hatte) warum weiß ich aber nicht mehr. Mir haben meine Arme so weh getan, da ich bei den ganzen 6 Einstichstellen Blaue Flecken bekam und irgendwie auch ne Beule hatte. Blöd war nur, dass ich am Tag vor der OP extra noch mal her kommen musste um einen Corona Test zu machen. Ich habs zwar schon geahnt weil es überall so war, aber dieser muss unbedingt vor Ort ausgeführt werden.


Glücklicherweise hab ich eine Cousine die in München wohnt, bei der ich und meine Mutter dann am Tag vorher anreisen konnten und übernachten konnten. Ich war also in der Früh in der Klinik und machte den Test und den Rest des Tages konnte ich in München verbringen, was für mich ziemlich besonders ist, da ich nicht oft in Großstädten bin. Wir haben richtig viel unternommen, waren in einem Zirkus dessen Plakat ich zufälligerweise beim Bahn fahren entdeckt habe. Waren am Marienplatz spazieren, in einem kleinem Museum. Waren Bubble Tea trinken, an einem kleinem Kiosk irgendwo komplett außerhalb in einem anderem Viertel, weil mein Navi mir nur dieses Angezeigt hatte. Haben meiner Cousine geholfen in Ihrer neuen Wohnung das Bett auf zu Bauen, damit wir drin schlafen konnten und haben sie am Abend noch zum Griechisch essen eingeladen. Alles in einem sind wir fast mehr Straßenbahn, U-Bahn und Bus gefahren als wir irgendwo waren, aber es war gut denn ich konnte mich dadurch sehr gut ablenken. Denn als ich beim Abendessen auch nur einen Gedanken an die OP am nächsten Tag verloren habe, wurde mir direkt wieder schlecht und schwindelig. Wir sind früh schlafen gegangen da ich am nächsten Tag die erste auf dem OP Plan war und dementsprechend auch früh aufstehen musste. Ich konnte glücklicherweise gut schlafen und an der Stelle möchte ich Betonen wie dankbar und froh ich bin, dass meine Mutter die ganze Zeit an meiner Seite war und mich immer unterstützt hat. Man fühlt sich dann doch sicherer wenn die eigenen Eltern an deiner Seite sind. Sie hat mir beigestanden und ist mit mir zu jedem einzelnen Termin gefahren obwohl sie danach oft Überstunden in der Arbeit machen musste um die fehlende Zeit aus zu gleichen. Ohne meine Mutter hätte ich mich das alles definitiv nicht getraut und egal wie alt ich bin ich werd sie immer brauchen. Natürlich bin ich auch meinem Vater dankbar der auch fast jedes mal dabei war, uns hingefahren hat weil ich und meine Mutter Angst haben alleine mit dem Auto in München unterwegs zu sein. Und ich bin sehr dankbar das sie die Kosten für mich übernommen haben. Denn wie ich vorhin schonmal erwähnt habe, hab ich zu dem Zeitpunkt zwar eine Ausbildung gemacht, die allerdings unbezahlt war. Ich hätte mir das alleine nicht leisten können und ich könnte es Ihnen auch in den nächsten Jahren nicht zurück geben, da ich bald vermutlich ein Au Pair Jahr in Amerika machen werde und danach eine neue Ausbildung anfangen werde.


Am nächsten morgen musste ich (wenn ich mich recht erinnere) um 07.00 Uhr vor Ort sein. Auf der hinfahrt und dort am warten war ich nicht all zu nervös, was gut war. Vielleicht war ich dafür auch einfach zu müde.


Ihr müsst wissen ich hab nie Angst gehabt, dass etwas schief geht bei der OP oder ich die Narkose nicht vertrage oder sonst noch was, denn die Ärzte dort machen das jeden Tag. Vor allem mein Chirurg der Im Brustzentrum arbeitet hat jeden Tag ausschließlich mit Brüsten zu tun und ist mehr als spezialisiert dafür. Das einzige wovor ich Angst hatte waren die schmerzen. Ich hab durch all die Erfahrungsberichte die ich mir angesehen habe und die ganzen Kommentaren die ich unter @Lucy.hellenbrecht ´s TikTok-Video auf meine Frage zu den schmerzen bekommen habe, mitbekommen das die Schmerzen bei jedem unterschiedlich sein können aber die meisten wirklich „höllische“ schmerzen hatten die kaum aus zu halten waren.


Ich musste dort Tatsächlich auch noch eine Zeitlang warten bis irgendwas passiert war und da ich nüchtern war, hatte ich ziemlich Hunger. Irgendwann mal wurde ich auf mein Zimmer gebracht, dass ich mir mit zwei Schwangeren Teilte. Dort hat meine Mutter meinen Koffer ausgeräumt und meine Sachen in den Schrank eingeräumt während ich mir die Krankenhaus Kleidung angezogen hatte. Man trägt eine Netz Unterhose, die komplett transparent ist. Es fühlt sich an, als währe man Nackt. Thrombose Strümpfe und ein „Kleid“ was hinten offen war. Eher wie ein Kittel den man verkehrt herum anzieht. Dann hab ich mich irgendwann mal auf mein Bett gesetzt und mit meiner Mutter geredet Und gewartet bis jemand kam. (Grade beim schreiben spüre ich einfach wieder diese Aufregung und Nervosität die ich damals hatte. Wie froh ich bin, dass das alles vorbei ist)


Irgendwann war es an der Zeit sich von meiner Mutter zu verabschieden. Während mich ein Pfleger im Bett runter transportiert hatte, war ich glücklich, nervös und ängstlich zugleich. Außerdem fühlte es sich für mich falsch an, dass ich den ganzen Weg lang im Bett lag und geschoben wurde obwohl ich ja gesund war. Achja hatte ich erwähnt das zum Glück alles gut gegangen ist mit meiner Erkältung? In der OP oder Narkose Abteilung angekommen wurde mein Bett hochgefahren, damit es auf der selber höhe war wie der Tisch. Dann musste ich mich auf den Tisch rüber schieben, von dem aus ich mit Hilfe einer Art Laufband auf das OP Bett geschoben wurde. Komisches Gefühl wenn du so durch dieses Laufband transportiert wirst und dann diese Kannte spürst und du langsam auf dieses OP Bett fällst. Ich hab mich original gefühlt wie ein Stück Fleisch bei der Produktion.


Weiter ging es dann damit, dass ich in den richtigen Narkose Raum kam. Die Ärzte mussten mir dann wieder einen Zugang legen, für die Narkose, da dieses über die Venen verabreicht wird. Das hat wieder so Semi gut geklappt, zu dem Zeitpunkt war es schon nach 9 Uhr denke ich. Während das Team versucht hat einen Zugang zu legen haben Sie immer mit mir geredet. So wie es sich laut all der Arzt Serien die ich geguckt habe gehört. Sie haben gefragt ob ich nervös bin, was ich so mache. Ausbildungsmäßig und sonst halt noch viel mit mir geredet. Auch da war ich zum Glück nicht all zu nervös. Ich hatte zwar Angst, dass mir wieder schwindlig wird wie zwei Tage zuvor beim Blut abnehmen, das war aber zum Glück nicht der Fall. Laut meinem Gefühl hat die ganze Vorbereitung länger als eine halbe Stunde gedauert. Weil sie eben auch keine Venen gefunden haben und das Gerät was am Finger Sauerstoff misst nicht mit meinen langen Nägeln (Die ich zuvor eh kürzer machen lassen habe) Funktioniert hat. Wir haben zwar extra zuvor gefragt ob das passt und die meinten ja, aber ich hätte sie eigentlich entfernen sollen. Letzendlich wurde mir dann eine Babynadel in die äußere Handfläche gelegt, nachdem sie auf mich gehört hatten und ein Ultraschallgerät benuzt haben mit dem sie zuerst auch nichts gefunden hatten. Mir wurde auch gesagt, dass mir noch ein zweiter Zugang gelegt wird, sobald ich schon Schlafe.


Da ich noch nie eine Narkose hatte wusste ich auch nicht wie sich das anfühlt, ich befürchtete wie ein Schwindelgefühl. Wobei meine Mutter gemeint hatte, dass es ein schönes Gefühl ist bei dem sich zwar ein bisschen alles dreht aber man dann ruhig einschläft. Ich glaube neben dem Flüßigem Narkotikum das man durch die Venen verabreicht bekommt, kriegt man auch ein Narkose Gas durch dieses Nasen Teil was man um bekommt. Sie meinten langsam sollte es anfangen aber ich spürte noch nichts. Ich weiß nicht wieso ich versucht hatte meine Augen offen zu behalten, aber dadurch merken sie wohl nicht wann es bei mir so weit war. Als sie das zweite mal fragten ob ich schon was spürte meinte ich „Oh ja“

Vielleicht fühlt es sich wirklich etwas an wie Schwindel, doch dadurch das man schon am liegen ist dreht sich nur leicht alles und man schläft langsam ein und wird müde. Man kann es nicht Kontrollieren und es fühlt sich nicht an wie normales einschlafen, aber es ist definitiv nicht schlimm also kann ich euch da überzeugt die Angst nehmen.


Während man schläft kriegt man einen Beatmungsschlauch in den Rachen, ich hab solche schon mal irgendwo gesehen und weiß dadurch das die ziemlich groß sind. Gut das man schläft. Mir wurde auch vorher gesagt, dass man dadurch nach dem Aufwachen ein kratzen im Hals verspürt.


Ich hatte meiner Mutter zuvor gesagt sie solle mich beim aufwachen Filmen wenn es geht. Denn ich hab schon oft gesehen, das Leute nach einer Narkose lustige Sachen sagen. Bei mir war das nicht der Fall, erstens konnte meine Mutter mich gar nicht Filmen, da man in einem Aufwachraum aufwacht zu dem unbefugte keinen Zugang haben. Und zweitens habe ich keine lustigen Sachen gesagt, ich kann mich erstaunlicherweise an jedes Detail erinnern. Mich hat ein Pfleger versucht auf zu wecken aber ich war noch so tief in dem Traum drinnen wobei ich gleichzeitig aber auch bemerkt hatte das man mich versuchte auf zu wecken, Als ich dann wach war, war das erste das ich sagte „Schmerzen“ ich hab die wunden deutlich gespürt. Der Mann fragte mich wie stark die Schmerzen auf einer Skala von eins bis zehn waren, ich sagte 9 doch ich schlief wieder ein und bekam somit kein Schmerzmittel. Als ich erneut aufwachte war denke ich ein Weilchen vergangen. Dieses mal war niemand in meiner nähe, doch die Schmerzen waren so groß, dass ich versuchte mit dem Sauerstoff Clip an meinem Finger gegen das Bettgestell zu schlagen, damit mich jemand hört und zu mir kam. Das Schlagen war zu schwach doch irgendwann hörte es jemand und kam zu mir. Erneut machte ich auf die Schmerzen aufmerksam. Durch dieses „Kratzen im Hals“ das man von dem Beatmungsschlauch hat hab ich sehr laut geatmet und nach Luft gejapst. Außerdem war ich nicht in der Lage ganze Sätze von mir zu geben, da ich dafür noch zu Müde war. Der Man bemerkte das Japsen uns setze mir direkt so eine Beatmungsmaske auf. Das Schmerzmittel wirkte schnell und die Schmerzen von den Wunden waren weg. Allerdings verspürte ich so einen Druck auf der Brust. Ich wusste im Vorhinein das ich diesen haben werde, da die Implantate ja etwas wiegen und somit auf dir drauf liegen.


Auf einmal wurde mir kalt und immer kälter so das die Kälte schon richtig stark in den Fingern weh getan hat. Wieder Klopfte ich mit dem Clip gegen mein Bettgestell, ich bewegte meinen Kopf und sah das rechts eine Art „Rezeption/Empfang“ und sah die ganze zeit dort hin. Leider hörte mich ne weile keiner. Erst als von links jemand kam, der einen Neuen Patienten brachte. Dann wurde mir eine beheizbare Decke aufgelegt und ich weiß nicht ob das so sein soll oder ob er es einfach nicht richtig gemacht hatte, aber er legte sie nur halb auf mich drauf, so das eine Körperhälfte erwärmt wurde und die andere nicht. Kurz darauf wurde ich aber eh schon wieder nach oben in mein Zimmer geschoben. Im Gang saß schon meine Mutter die seit 13:00 Uhr wartete während es schon 15:00 Uhr war.


Meine Mutter war ne zeit lang da und ich sagte Ihr, dass ich so nen Druck auf der Brust hatte. Es schauten immer wieder mal Pfleger rein, denen ich das auch erzählte. Die meinten, dass es normal sei, da ich einen Druckverband hatte. Doch diese Druck schmerzen wurden immer schlimmer, da meine Brust an zu schwellen scheinte. Meine Mutter meinte ich solle versuchen das aus zu halten, doch irgendwann mal war es nicht mehr aus zu halt bar. Die Schwester meinte sie müsste sich erst mit den Ärzten absprechen ob er gelöst werden darf. Problem ist, es waren irgendwie keine Ärzte auffindbar, also dauerte das seine Zeit und natürlich hat die auch noch andere Patienten gehabt um die sie sich kümmern musste. Die meisten schlafen nach einer Narkose den Rest des Tages, doch die ganze Zeit über, wo meine Mutter noch da war konnte ich das nicht obwohl ich so müde war und so sehr wollte. Doch die Schmerzen hinderten mich. Zwischendurch kam irgendwann mal was zu essen und zu trinken, ich war froh meinen Durst stillen zu können, doch obwohl ich den ganzen Tag lang nichts gegessen hatte wollte ich auch jetzt nichts essen.


Irgendwann mal kam sie und weitere mit der Erlaubnis den Druckverband lösen zu dürfen. Sie versuchten mich auf zu setzen, was mir nicht möglich war da es zu sehr weh tat, also schnitt sie Ihn an den Seiten auf. Sofort spürte ich eine riesige Erleichterung. Später musste meine Mutter gehen und ich fühlte mich so unwohl, das ich am liebsten wollte das sie bleiben konnte. Nachdem meine Mutter aber ging, war ich in so einem rede Fluss drinnen, weil ich allen Leuten auf WhatsApp geantwortet hatte, dass ich wieder nicht zum schlafen gekommen war. Irgendwann mal schlief ich dann und am Abend hab ich dann doch noch ein bisschen was von dem Mittagsbrot gegessen.


Nach so einer Brust OP kann man seine arme erst mal ne Zeit lang nicht heben. Jede Bewegung tat weh und die erste Nacht war wirklich schlimm. Ich bin froh Stationär gewesen zu sein, denn so hat man immer zugriff auf starke Schmerzmittel und rundum Betreuung. Das schlimme an der Nacht waren nicht die Schmerzen die ich an sich hatte, sondern sich nicht bewegen zu können. Ich lag seit ich irgendwann mal ist viel Hilfe aufstehen konnte um aufs Klo zu gehen in der selben position da, ich versuchte schon mit dem Schalter meine Kopflehne etwas hoch und runter zu fahren, was allerdings nicht viel brachte. Ich hatte dadurch so starke Rückenschmerzen, es fühlte sich an als würde ich auf dem Härtesten Stein liegen den es gibt.


Am zweiten Tag ging es mir grundsätzlich besser nur konnte ich nicht aufstehen da die Schmerzen beim bewegen so schlimm waren. Obwohl ich dringend mal aufs Klo musste. Die Schwestern die grundsätzlich sehr nett waren, haben mir geraten mich schon etwas zu bewegen, was mich leicht sauer machte, wie sollte ich denn wenn ich nicht konnte? Sie meinte ich hätte es ja gestern auch schon geschafft, doch da war es irgendwie ein dringender Impuls aufs Klo zu gehen, nachdem ich aufgestanden war hab ich mich auch so schnell nicht wieder hingelegt, denn ich wusste ich würde hier noch genügend Zeit im Liegen verbringen. Da mir der Krankenhaus Aufenthalt auch mit den Kosten übernommen wurde, durfte ich so lange bleiben bis es mir besser ging. Was mich wunderte war, dass mich ab dem zweiten Tag an dauernd gefragt wurde wo den mein Stütz BH sei, denn nachdem sie mir den Druckverband abgenommen hatten, wurde mir nichts mehr angelegt. Zwar wusste ich von dem Stütz BH, dass ich den tragen sollte und das so einer um die 60 Euro wenn nicht sogar mehr kostet, doch wurde mir nie gesagt, wie ich so einen bekommen sollte. Wie sollte ich den die Größe schon im Vorhinein wissen und was für einer gut wäre. Ich meinte immer ich hätte keinen. Gegen ende des zweiten Tages meinten die dann irgendwann es würde mal eine Dame von einem Sanitätshaus kommen, die mir dann die BHs und den Gürtel bringen würden.


Ich erinnere mich nur noch schwach daran, wie bei mir der zweite Tag abgelaufen ist. Obwohl man nichts tat verging die Zeit schnell und gleichzeitig so langsam. Am zweiten Tag fühlte ich mich als sei ich schon mindestens 4 Tage da. Was ich aber weiß ist, dass ich eine ganz unschöne Erfahrung machen musste. Man sollte sich nicht dafür schämen, denn was im Krankenhaus passiert, bleibt im Krankenhaus und ist dort eine alltägliche Sache, doch ich fühlte mich mehr als unwohl dabei und war ganz beschämt als man mir eine Bettpfanne brachte, weil ich es nicht schaffte auf zu stehen. Froh war ich drum, dass meine beiden Zimmer Nachbarinnen zu dem Zeitpunkt bei der Hebamme oder Geburtskontrolle waren. Nach dem ich es allerdings nicht auf die Reihe brachte, war ich gezwungen auf zu stehen. Irgendwie schaffte ich dies auch. Wie auch am Tag zuvor legte ich mich nach dem aufstehen nicht mehr hin. Vorfallen weil ich wusste wie schmerzhaft es für den Rücken sein würde nur zu liegen. Muskelkater hatte ich auch schon. Getrunken habe ich aus einer Schnabeltasse (Flasche mit Nuckel Aufsatz) da ich meine Arme ja nicht so hoch heben konnte.


Mittags kam meine Mutter dann wieder zu besuch und versuchte mich zu waschen. Übrigens wenn man aufsteht (und vorallem wenn man keinen Druckverband oder Stütz BH hat) fühlt es sich an als würde ne Menge Gewicht runter fallen, was ziemlich weh tut. Mit den Drainagen (kleine Fläschchen die mit Schläuchen die in deinem Körper drinnen sind die Wundflüssigkeiten auffangen) bin ich etwas durch die Station spazieren gegangen, wobei ich immer einen Buckel gemacht habe, da ich nicht aufrecht gehen konnte bis zum letzten Tag. Viel konnte ich nicht gehen, denn da spielte mein Kreislauf nicht mit.


Nicht selten ist es, dass man nach einer Operation Verstopfungen bekommt, mit denen auch ich Probleme hatte. Ich fühlte mich im Krankenhaus dreckig und elendig. Meine Stirn war immer mit einem Fett Film bedeckt, meine Haaren waren fettig. Mein Körper war alles andere als frisch, gegessen hab ich meistens nur Brot, da mir nach den warmen Mahlzeiten übel wurde. Wenigstens hat mir meine Mutter Kopfhörer mitgebracht, mit denen ich dann auf meinem Tablet die Filme sehen wollte die ich runter geladen hatte. Doch diese halteten nicht, da es die meines Vaters waren. Die Pfleger versuchten mir dein Aufenthalt so gut wie möglich zu gestalten, auf meine Bitte hin klebte man mir die Kopfhörer mit einem Pflasterband Ans Ohr, was auch nicht lange hielt, weshalb ich anfing das Buch zu lesen, dass ich dabei hatte.


Am dritten Tag wurde ich in ein anderes Zimmer verlegt, da sie durch einen Umbau der im Haus stattgefunden hat, etwas Ordnung schaffen wollten und ein System in die Zimmer Verteilung bringen wollten. Erst war da noch eine Frau drinnen, die eine Entzündung an den Eierstöcken hatte (durch eine Chlamydien Infektion oder so) Sie war ganz freundlich und redete mit mir, nachdem ich Sie drauf angesprochen hatte weshalb sie da war. Doch als sie während ich gelesen hatte immer wieder anfing zu reden, war ich doch etwas gereizt drüber das sie so gesprächig war. Die Dame war allerdings nicht mehr Lage da, da es Ihr letzter Tag gewesen war. Ich fand es super, dass ich über Nacht alleine gewesen war, so konnte ich Filme schauen auch ohne dabei die nervigen Kopfhörer tragen zu können. Doch ich muss gestehen, die vorherigen Tage wollte ich nicht alleine sein. Mir wurde oft der Schalter mit der Notfalltaste bei Seite gelegt, oder oben befestigt wo ich nicht ran kam. Wenn ich schlief hatte ich nämlich immer die Notfall taste in der einen Hand und den Schalter mit dem man das Bett bedienen konnte in der anderen Hand, doch auch dieser fiel hin und wieder mal runter. So war ich doch froh drum, wenn mir meine Zimmer Koleginnen helfen konnten oder für mich den Notfall Knopf betätigen konnten. Doch da es mir am dritten Abend schon sonderlich besser ging, fand ich es sehr angenehm alleine zu sein. Ich Telefonierte auf Nacht mit meinen Eltern, las mein Buch durch und schaute Filme bis spät in die Nacht, um das hinlegen zu verzögern.


Am nächsten morgen wurde schon sehr früh eine neue Patientin in mein Zimmer verlegt. Sie war wegen eines Schwangerschaftsabbruches da gewesen und jammerte die ganze Zeit nur das es so lange dauern würde und sie schon um 7 einen Termin hätte und sie ja zwei Kinder daheim hatte und so schnell wie möglich heute noch nach Hause wollte. Ich war mir ja nicht so sicher ob sie noch zum selben Tag gehen durfte. Zu mir kam dann endlich die Frau aus dem Sanitätshaus, welche mir gleich zwei BHs und Stuttgarter Gürtel gebracht hatte, die ich auch nur zum Teil zahlen musste, da die zu einer normalen Brust Op dazu gehören und mir ja alles zugehörige gezahlt wurde. Schon am Nachmittag wurde ich dann entlassen. Ich musste früher mein Zimmer verlassen, da sie das Bett brauchten, doch im Aufenthaltsraum hab ich es mir neben einer Steckdose gemütlich gemacht und sogar noch einen leckeren Hackbraten bekommen, bis meine Eltern mich abholen konnten. Ich war Fit genug, dass wir auf dem Heim weg sogar noch bei Bekannten vorbei gefahren waren. Zuhause war ich sehr froh wieder duschen zu können und das meine Eltern elektronische Bettgestelle hatte, so dass ich wie im Krankenhaus auch die Kopflehne hoch und runter fahren konnte, was ich sowohl zum hinlegen und auch zum aufstehen brauchte.


Ich kann jetzt im Nachhinein sagen, das die ersten zwei Tage am schlimmsten sind. Der dritte Tag ist auch noch schmerzhaft aber ab da wird es immer besser. Wenn man die Möglichkeit hat Stationär zu sein würde ich auf jeden Fall empfehlen dies auch zu tun. Ich kann mir nicht vorstellen wie ich daheim klar gekommen wäre. Habt keine scheu nach Schmerzmitteln zu fragen. Und vor allem hört auf euren Körper! Wenn euer Körper meint Ihr könnt noch nicht aufstehen, dann könnt Ihr es nicht, auch wenn die Krankenschwestern sagen das Ihr es solltet.


Schon wenige Zeit nach der OP musste ich wieder einen Arzu aufsuchen. Erst hatte ich gerätselt ob ich dafür extra nach München fahren sollte, oder ob der Hausarzt es auch tut. Schlussendlich meinte meine Station ich kann auch zum Hausarzt gehen wenn es zu große umstände macht extra nach München zu kommen. Im schlimmsten Fall wird mir der Hausarzt wieder nach München weiter leiten. Und zwar hatte ich an der rechten Brust, wo die Brust Straffung durchgeführt wurde offene stellen. Ich meinte erst es wäre entzündet, da so weiße stellen zu sehen waren, doch mein Hausarzt versicherte mir, dass es das nicht ist. Mir wurde Dracofoam (ein Schaumstoffteil das die Feuchtigkeit entzieht) angeklebt und ich sollte alle zwei Tage zur Untersuchung kommen. Bis es irgendwann besser wurde und ich auf Empfehlung meines Arztes mir selber Dracofoam zulegen sollte. Schmerzen habe ich keine, nur meine rechte Brust Seite ist etwas Taub. Was mir sorgen bereitet ist, die große Narbe die dadurch entstanden ist, dass die Wunde offen war. Ich hoffe das diese schnell verblasst, da sie im Gegensatz zu den Schnittwunden ja nicht Tief war.


Heute ist der 12.11.2021 und ich sitze hier und schreibe schon seit drei Tagen diesen Eintrag hier. Die Schwellung ist schon abgegangen aber immer noch nicht vollständig. Und die linke Brust hast sich schon gesenkt. Die rechte noch nicht, da dort das Narbengewebe noch verhärtet ist, ist ja auch mehr vorhanden. Wenn ich meine Arme hebe sieht man deutlich, dass das rechte Implantat höher ist als das linke. Wenn mich Leute fragen ob ich zufrieden mit dem Ergebnis bin, sage ich immer das ich es noch nicht weiß, da es ja noch nicht das Endergebnis ist. Doch ich fühle mich schon deutlich wohler in meinem Körper und egal wie es sich noch entwickelt, es ist auf jeden Fall besser als es vorher war. Meine rechte Brust wird nie komplett die selbe Form haben wie die linke, was ja auch verständlich ist, denn die überschüssige Haut ist immer noch bisschen da. Aber stören tut mich das soweit nicht sehr. Ich wünsche mir das sie beide noch etwas runter sinken, damit das Ergebnis natürlicher ist. Doch wie es sich entwickelt, können wir nur abwarten. Denn der Heilungsprozess kann 6 Monate lang dauern.


Das wars auch schon mit diesem Eintrag. Ich danke jedem der bis hier her gelesen hat und hoffe das sich die Mühe gelohnt hat. Wenn ich auch nur einer Person hiermit helfen konnte erfüllt es mein Herz mit ganz viel Freude.


Habt einen schönen Tag und bleibt Gesun

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